"Motel Story" (AT)
"Motel Story" (AT)

Fünf Menschen zwischen Deich und Großstadt auf der Suche nach einem besseren Leben.

Paul (21) und Cord (19) sind die besten Freunde und verbringen ihre Freizeit mit Playstation spielen, Parties und Kiffen. Paul ist Single und gönnt sich nur dann und wann einen One-Night-Stand. Cord hingegen hat seit fünf Jahren eine feste Beziehung zu Barbara (Babs). Auf einer Party kommt es zum ernsthaften Streit zwischen Cord und seiner Freundin, da Cord nach dem Abitur in Amerika studieren will, Babs jedoch will mit ihm zusammenziehen und in Hamburg studieren. Die Situation eskaliert und Cord ergreift mit Paul die Flucht. Leicht angetrunken torkeln sie durch Hamburgs Straßen. Vor einem Motel kommt Paul auf die verrückte Idee, an den Deich zu fahren. Er sieht dass bei einem blauen, alten 3er BMW, der vor dem Motel parkt, die Schlüssel stecken. Kurzerhand klauen sie das Auto und fahren an den Deich. Angekommen, reden sie über Cords Streit mit Babs und sein bevorstehendes Studium in den Staaten. Dabei rauchen sie einen Joint. Plötzlich steht ein Mann mit einer Axt vor ihnen, den sie im Dunkel nur Schemenhaft durch die Windschutzscheibe wahrnehmen. Voller Angst springen sie aus dem geklauten Wagen und flüchten hinter ein paar Hügel. Von dort aus blicken sie zurück und beobachten Unheimliches.
Sophie (25) lebt seit zwei Jahren, in unglücklicher Ehe, in Berlin. Ihr Mann Michael bekommt regelmäßig Wutanfälle und misshandelt seine Frau. In ihrem Mietshaus flirtet Sophie meist nur kurz mit dem 29 Jahre älteren Hausmeister, ein ander mal bewundert sie ihn wie er mit freiem Oberkörper Holz hackt. Eines Abends hat Michael wieder einen gefährlichen Wutanfall, um den Prügeln zu entgehen flüchtet Sophie ins Treppenhaus. Dort kommt es zum Gerangel und im Affekt stößt Sophie ihren Mann die Treppen hinunter. Sie flüchtet zurück in die Wohnung und wartet dort mit einem Küchenmesser auf ihren amoklaufenden Mann. Doch der kommt nicht, es wird ihr suspekt, sie legt das Messer beiseite, geht ins Treppenhaus und schaut hinunter. Sie sieht nur Michaels Füße reglos liegen. Sie beschleicht ein schreckliches Gefühl, sie rennt hinunter und sieht ihren Mann mit offenen Augen und Mund tot liegen. Sie kriegt es mit der Angst zu tun und schleift Ihren Mann zurück in die Wohnung. Sie greift zum Telefon, ruft ihre beste Freundin Laura an und berichtet was passiert ist. Es klingelt. Die Polizei steht vor der Tür, irrt sich allerdings in der Adresse und verfolgt eine andere Sache. Eine halbe Stunde später trifft Laura ein und gemeinsam schaffen sie Michaels Leiche in den Kofferraum seines 3er BMWs. Als sie die Hofausfahrt rausfahren, überfahren sie beinahe den Hausmeister. Nach dieser Schrecksekunde, beginnt eine Odyssee an die Nordseeküste. Erschöpft erreichen sie um 3 Uhr ein Motel in Hamburg. Sophie ist am Ende und Laura entscheidet erstmal auszuruhen und einen Plan zu überlegen. Als Laura kurz vor dem Einschlafen ist, schreckt sie nochmal hoch. Die Autoschlüssel! In einem kleinen Streit mit Sophie beim Aussteigen hatte sie sie einfach stecken lassen. Sie schlüpft in ihre Jeans und will zum Wagen. Doch er ist weg. Paul und Cord sind damit am Deich. Total gestresst geht sie in die Lobby, raucht eine Zigarette nach der anderen, bis sie einschläft. Am nächsten Morgen steht der blaue, alte BMW wieder da und Laura verschweigt Sophie ihren nächtlichen Exkurs, sich selbst nicht sicher, ob sie nur geträumt hat. Gemeinsam besorgen sie in einem Baumarkt Hacke und Spaten, mit dem Ziel, Michaels Leiche im Krempermoor zu entsorgen. Als sie den Kofferraum öffnen, erschrecken beide – Michaels Leiche ist weg.
Jakob (54) ist Hausmeister in einem 20 Parteien-Wohnhaus in Berlin. Der gelernte Elektriker, Sohn eines ehemaligen Stasiagenten spioniert in seiner Freizeit die Bewohner mittels einer, von ihm eingebauten, Videoüberwachungsanlage aus. Über seine Monitore ist er bestens informiert über seine Mieter, so auch über das schwierige Verhältnis zwischen Sophie und Michael. Jakob beobachtet den letzten Streit zwischen Michael und Sophie. Als Michael die Treppe heruntergestoßen wird, geht Jakob langsamen Schrittes auf den röchelnden Michael zu. Michael bittet um Hilfe, Jakob bejaht dies, bückt sich, greift Michaels Kopf und dreht ihm das Genick um. Schnell geht er zurück zu seinen Monitoren. Abgelenkt von einem Telefonanruf, bekommt er gerade noch mit, wie Sophie und Laura das Grundstück verlassen wollen. Er greift einen Sender und wird in der Hofausfahrt beinahe von ihnen überfahren, dabei heftet er unbemerkt den Sender an den Wagen. So kann er dem Auto bis an den Deich folgen, wo Paul und Cord sind. Nachdem er die zwei jungen Erwachsenen in die Flucht geschlagen hat, nimmt er Michaels Leiche aus dem Kofferraum, zerstückelt sie mit seiner Axt, wirft die Teile, in Mülltüten abgepackt und mit Steinen beschwert in den Elbkanal. Guten Mutes stellt er den blauen 3er BMW wieder vor dem Motel ab. Drei Tage später verabredet Jakob sich mit Sophie zum Kaffeetrinken – sie ahnt schreckliches. Ende.

Felix F. Walz (Autor+Regisseur)


f.walz@hamburgmediaschool.com

Was wird noch gesucht:
Autor, Debüt-Produzenten

Hamburg Media School
Pitching
"Schöne Füße" (oder "Die Eule")
"Schöne Füße" (oder "Die Eule")

Das tragikomische Familienporträt „Schöne Füße” erzählt die Geschichte einer Tochter und ihrem Vater, vom Sinn und Unsinn des Lebens und der heilsamen Wirkung vom Agrotron 7250-TTV- den Traktor des Jahres.

Achim Gültig, ein 55-jähriger Gipser und Stuckateur, wird aus seiner Umlaufbahn geschleudert. Scheidung, Hausverkauf, und das mitten in seiner schweren Depression. Die Lücke der täglichen Wiederbelebung, die seine Frau hinterlässt, muss nun der Rest der Familie schließen. Achims Tochter Anja stürzt sich als erste ins Ungewisse. Sie will alles richtig machen, um ihren Vater schnell wieder auf die Beine zu bringen, und kassiert einen Rückschlag nach dem anderen. In ihren hohen Erwartungen ausgebremst, spürt Anja zunehmend, welchen Einfluss diese Aufgabe auf ihr eigenes Chaos im Leben hat. Der Kampf um Achims Zustand lässt die Familie zerfallen und auf eigenartige Weise neu entstehen. Zurück in der Klinik nach einem Suizidversuch, lernt Achim ein 17-jähriges Mädchen namens Nicki kennen, dessen Herz für nur eine Sache auf der Welt schlägt: Mähdrescher. Während sich die Menschen auf dem Land Badewannenrennen hingeben und die Städter im See tummeln, schwindet bei Familie Gültig mehr und mehr die Illusion, die Kontrolle über Achims Leben liege allein in ihrer Hand. „Schöne Füße“ handelt von der Fähigkeit, andere zu befähigen und vom Mut zur Veränderung. Ein Film über die Hinterfragung der eigenen Normalität und den Wert unseres Daseins.

BUCH Anne Münch, Elena Weihe
REGIE Anne Münch (Diplomprojekt)
BILDGESTALTUNG Caroline Bennewitz (Diplomprojekt)
MONTAGE Elena Weihe (HFF Externe)
TON Christoph de la Chevallerie (im Gespräch)
SZENOGRAFIE Martina Mladenova (Diplomprojekt)
KOSTÜM Anita Könning
CASTING Antje Mißbach (Watergate Casting)
PRODUCER Milena Thomsen (Diplomprojekt)
PRODUZENT Helge Albers (Helge Albers/Flying Moon Filmproduktion)
KOPRODUZENT HFF Potsdam "Konrad Wolf"
HERSTELLUNGSLEITUNG Holger Lochau

BISHER BESTÄTIGTE ROLLEN:
ACHIM Michael Kind


milena.nyc@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Finanzierung, Finanzierung durch Sender und/oder Verleiher, Auslandsvertrieb, Filmverleih

Anne Münch
Milena Thomsen (HFF)
HFF Konrad Wolf Potsdam
Pitching
,Sterben und so'
,Sterben und so'

Sakke, gescheiterter Rennfahrer und lebensmüder Zyniker, begibt sich unfreiwillig mit einer Handvoll Sterbender auf eine herzzerreißend komische Odyssee – und findet dabei sich selbst und noch ein bisschen mehr.

Sakke (Ende 50) hat die Schnauze voll. Gescheitert als Rennfahrer und gescheitert im Leben, will er „Schluss machen“. Warum ruft gerade jetzt Paula an? Sakkes Ex-Frau, von der er seit 25 Jahren nichts mehr gehört hat. Mit einem Trick überredet Paula den zynischen Misanthropen, sich noch ein letztes Mal in ein Auto zu setzen. Also fügt sich Sakke in sein Schicksal: Und begibt sich als Fahrer mit einem klapprigen Bus und einer kuriosen Selbsthilfegruppe todgeweihter Krebspatienten samt Arzt und einem Dackel auf eine wilde Odyssee durch Norddeutschland.

Mit dabei Marie (25), die weder Tod noch Teufel fürchtet. Karl-Heinz (68), der noch einmal tanzen möchte und Frida (72), die zwar nicht krank ist, sich aber in einem Baccara-Roman wähnt. Außerdem die tapfere aber herrische Hirntumor-Patientin Luzie (12), begleitet von ihrer Mutter Karin.

Organisator und Reiseleiter Psycho-Onkologen Dr. Mats Panter (50) hat –Überraschung! – ein gemütliches Wochenende an der Schlei geplant. Doch soll das die letzte Reise sein? Nicht gerade zimperlich setzt die Gruppe den Arzt außer Gefecht – und die Reise nimmt einen unerwarteten Verlauf.

Letzte Wünsche werden erfüllt, Abschiede genommen und neue Hoffnungen geboren. Alle zusammen, immer haarscharf am Abgrund vorbei: Ob im 5er Looping „Olympia“ in einem Vergnügungspark, bei einem Ballkleid-Diebstahl in Bollewick oder bei der perfekten Bauweise eines Joints.

Mit Marie versteht sich Sakke zwar nicht besonders gut, dafür aber blind. Von Luzie lernt er, dass Zynismus nicht die Antwort auf alles ist. Und Karl-Heinz & Frida, auf ihre Art aus der Welt gefallen, schaffen es tatsächlich, den lebensmüden Sakke in Bewegung zu bringen. Er beginnt zu ahnen, dass es vielleicht doch keine so gute Idee ist, sterben zu wollen.

Ihre Endstation ist ein Rettungshäuschen des DLRG an der Ostsee – vor allem für Marie. Und Paula, Sakkes Ex-Frau, erwartet die Gruppe bereits mit Maries kleinem Sohn. Denn dort wo ein Kreis aufhört, da beginnt er auch wieder...

Maike Rasch // Drehbuchautorin


m.rasch@hamburgmediaschool.com

Was wird noch gesucht:
Drehbuchförderung//Redaktion//Sender//Produktion

Hamburg Media School
Pitching
12 LIKES
12 LIKES

Was als spielerische Mutprobe auf einem alten Kran beginnt, wird für den jungen TOBI zum Höllenritt, als er merkt, dass sein bester Freund FINN für die Selbstdarstellung im Netz vor nichts zurück schreckt– egal, um welchen Preis.

TOBI und FINN, gerade mal 16, sind beste Freunde. Doch Jungs in diesem Alter sind auch Konkurrenten, Halbstarke, die sich ständig messen. Heute sind die beiden auf einem abgelegenen Industriegelände unterwegs, allein mit ihren Smartphones und BMX-Rädern. Ihre Balancierspielchen auf einem alten Kran schaukeln sich immer mehr zu halsbrecherischen Manövern hoch. Durch Tobis Schuld stürzt Finn vom Kran in die Tiefe und bleibt regungslos liegen. Tobi gerät in Panik. Hals über Kopf flieht er vom Unfallort. Doch seine Flucht ist nicht von langer Dauer, er kehrt zu seinem besten Freund zurück. Doch Finn ist verschwunden. Bevor Tobi realisieren kann, was passiert ist, erhält er eine Nachricht auf seinem Handy. Sie enthält einen link. Als Tobi diesen link öffnet, sieht er etwas, das seine Freundschaft zu Finn für immer verändern wird.

Regie: Anne Chlosta
Drehbuch: Maike Rasch
Kamera: Johannes Treß
Produktion: Nadine Lewerenz
Musik: Lucas Kochbeck
Schnitt: Jan Ruschke
Darsteller: Frederic Haselon
a.chlosta@hamburgmediaschool.com

Was wird noch gesucht:
Verleih, Festivals

Anne Chlosta

Hamburg Media School
Screening
3 TAGE
3 TAGE

Eine Frau die über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden muss.

Die erfolgreiche Talkshowmoderatorin ASTRID (39) erfährt im sechsten Schwangerschaftsmonat, dass ihr Kind das Down-Syndrom hat. Doch für sie und ihren Mann MARKUS (36) steht schnell fest: „Wir bekommen das Kind trotzdem.“
Markus hat keine eigenen Kinder; sein Wunsch nach einem Sohn ist groß. Astrids Mutter BEATE (64) verlängert ihren Aufenthalt, um in den letzten Schwangerschaftswochen Unterstützung zu leisten. Und auch THEO (8), Astrids Sohn aus erster Ehe, freut sich nach anfänglicher Ablehnung nach wie vor, endlich einen kleinen Bruder zu bekommen. Gemeinsam entsteht die Hoffnung, dem Schicksalsschlag gewachsen zu sein. Doch es folgt eine zermürbende Reihe von Untersuchungen und schon bald kann Astrid den hohen Anforderungen ihres Berufs nicht mehr gerecht werden. Gleichzeitig wächst ihre Befürchtung, dass sie immer weniger Zeit für Theo haben wird. Dann gerät die Nachricht der Behinderung ihres Sohnes an die Öffentlichkeit. Nachbarn und Bekannte sprechen Astrid auf das Krankheitsbild des ungeborenen an; der Erwartungsdruck von allen Seiten steigt. Als bei ihrem Fötus ein Herzfehler diagnostiziert wird, der nach der Geburt mehrere Operationen erforderlich macht, tauchen bei Astrid plötzlich Zweifel auf: Ist es wirklich die richtige Entscheidung ein Kind zu bekommen, das aller Voraussicht nach leiden muss? Für Markus, der aus christlichem Elternhaus kommt, ist es undenkbar, das Kind töten zu lassen. Er unterstellt Astrid, dass eine Abtreibung so nah an der Geburt purer Egoismus ist; ob das Kind leidet, sei reine Spekulation. Beate befürchtet, dass Astrid ihren geliebten Beruf für immer aufgeben muss und sich in der Hausfrauenrolle verliert. Über den Kopf von Astrid hinweg kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Ehemann. Astrid erkennt, dass nur sie alleine die Entscheidung treffen kann, ihrem ungeborenen ein leidvolles Leben zu ersparen. Sie riskiert ihre Ehe und geht den quälenden Weg, ihr Kind im siebten Monat abzutreiben.

Produktion: Johannes Jancke und Tobias Ebner (Filmakademie Baden-Württemberg), Schnitt: Denys Daran (Filmakademie Baden-Württemberg Diplom) ; Sound: Marc Fragstein (Filmakademie Baden-Württemberg Diplom) , Motion Design: Shoko Hara (Filmakademie Baden-Württemberg Diplom) , Kostüm: Betina Werner


anne.berrached@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Redakteur, Filmförderung, Verleih, Weltvertrieb

Anne Zohra Berrached
Filmakademie BW, Johannes Jancke
Filmakademie Baden-Württemberg
Pitching
33.000 Tage Sylvester
33.000 Tage Sylvester

Sylvester erlebt die Tage seines Lebens in völlig durcheinander geratener Reihenfolge. Er gewinnt nicht nur Sportwette um Sportwette, sondern muss auch damit zurechtkommen, die scheinbar unvermeidlichen, zukünftigen Tragödien in seinem Leben und dem Leben seiner Freunde zu kennen. 
 So wird er damit konfrontiert, dass das Mädchen, das er liebt, irgendwann aus seinem Leben verschwinden wird und erfährt schließlich, dass er an einem Tag, den er noch nicht erlebt hat, selbst den Autounfall verschuldete, bei dem seine Freundin ums Leben kam.

Sylvester erlebt die Tage seines Lebens in völlig durcheinander geratener Reihenfolge.
Geht er 1999 noch als 17-jähriger ins Bett, so erwacht er am nächsten Morgen als 40-jähriger im Jahr 2022, nur um am darauffolgenden Tag 28 Jahre alt im Jahr 2010 zu sein.
Sein Leben versetzt ihn täglich und völlig unvorhersehbar in unterschiedliche Alter und Lebenszeiten.
Den ersten Zeitsprung erlebt er im Jahr 1999 - im gleichen Sommer, in dem Sofia in sein Leben tritt. Es ist die erste Liebe von Sylvester, der bisher wenig Zuneigung in seinem Leben erfahren hat.

Durch seine Zeitsprünge verhält es sich allerdings so, dass er aus seiner Sicht nur in Abständen von Wochen oder gar Monaten im Jahr 1999 aufwacht. Er verbringt also immer nur einzelne Tage mit ihr, bevor er wieder in den Unweiten seines Lebens verschwindet und bruchstückhaft seine faszinierende, aber fremde Zukunft kennenlernt.
Und dabei realisiert er, dass Sofia irgendwann aus seinem Leben verschwinden wird.
 Ab den Tagen, die er im Jahr 2000 oder später verbringt, kann er sie nicht mehr erreichen und es scheint unmöglich, herauszufinden, wo sie ist oder was mit ihr passierte. Er weiß nur, dass seine Tage mit ihr gezählt sind. Jeder einzelne wird dadurch umso kostbarer.
Sein Leben ist ein Chaos. Natürlich hat er jede Sportwette gewonnen, die es zu gewinnen gab. Doch ihm fehlt die Kontinuität: Er kann weder arbeiten, noch Beziehungen oder Freundschaften pflegen. Bei den vergeblichen Bemühungen, sein Dasein zu kontrollieren, muss er mehr und mehr feststellen, dass sein Leben vollständig determiniert zu sein scheint. 
Und auch im Leben seiner Freunde wird er mit Unglück konfrontiert, das er durch sein Wissen um die Zukunft kennt und dennoch nicht verhindern kann.

Schließlich muss er erfahren, dass er selbst für einen Autounfall verantwortlich gewesen sein soll, bei dem Sofia verunglückte. Und nach der Logik seines Lebens scheint er dazu verurteilt, nichts weiter tun zu können, als auf diesen Tag zu warten. Ein unerträgliches Wissen.
Und dann kommt der Tag, an dem Sylvester stirbt.
2072, im Alter von 90 Jahren.
Und mit seltsamer Selbstverständlichkeit folgt der Tag nach seinem Tod, an dem er als 25-jähriger im Jahr 2006 wach wird.
Durch sein Leben geworfen wie ein Spielball der Zeit, möchte Sylvester in den bereits erlebten Tod zurück. Auf die unterschiedlichsten Arten versucht er, Suizid zu begehen. Doch er stellt fest, dass selbst hier die Zeit ihre gnadenlose Logik walten lässt:
Jetzt, da 2072 als sein Todesjahr festgelegt ist, kann er in keinem anderen Jahr sterben.
Jetzt, da er seinen Todestag bereits hinter sich hat, ist er unsterblich.

Dominik Hochwald, Autor


dominikhochwald@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Produzenten, Redakteure und Regisseure

ifs internationale filmschule köln
Pitching
800Gramos
800Gramos

Wie kann jemand so ein absurdes Risiko auf sich nehmen, um einen Traum zu erfüllen? Ein Film über den Mut, die Hoffnung, und Überschreitungen von Grenzen.

800 Gramm basiert auf einer wahren Geschichte. Amelia Rodriguez, 30, aus einer kleinen kolumbianischen Vorstadt ist auf der Suche nach einer besseren Zukunft für sich und ihre kleine Familie. Die alleinerziehende Mutter lässt sich für den Traum des schnellen und leichten Geldes in Europa auf ein Risiko ein. Amelia transportiert 800 Gramm reinen Kokains als Brustimplantat nach Deutschland. Doch die Realität packt sie schneller als sie träumen kann. Sie wird im Flughafen von der Polizei festgenommen und verbüßt eine vierjährige Gefängnisstrafe. Amelia kann ihre Familie nicht enttäuschen und erzählt ihr nicht, dass sie im Gefängnis sitzt. Mit Hilfe der Fotocollage ihrer Gefängnissfreundin Montse, die ihr Geschichten über Europa erzählt, schreibt sie Briefe und baut für ihre Familie ein Fantasieleben in Deutschland auf, wie sie es gerne erlebt hätte.

BUCH UND REGIE :Yasmin Angel
PROTAGONISTIN: Ella Margarita Becerra
BILDGESTALTERIN/KAMERA: Katja Harms


angel.yasmin@gmail.com

Was wird noch gesucht:
Finanzierung (sowie evtl. Produzenten); interessierte Redakteure und Entscheider

Yasmin Angel
Kunsthochschule für Medien Köln
Pitching
AM ANFANG
AM ANFANG

„Am Anfang“ ist ein ruhiges Innehalten zu einem vieldiskutierten Feld der Medizin, der Pränataldiagnostik. Ein intimer Film über Liebe, Hoffnung und existentielle Entscheidungen – und über das Geheimnis der Menschwerdung, das eine Schwangerschaft auch in Zeiten technischen Fortschritts noch immer ist.

AM ANFANG
ein Film von Josephine Links

Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Wo hat uns die Aufklärung hingebracht? Sie wurde zur Triebkraft unseres modernen Lebens und Denkens. Und der Wissenschaft. Heute können wir mit großer Technik in uns hineinsehen. Und sogar in das Leben, das nach uns kommt- in ungeborenes Leben. Deutschland ist wegweisend in der Pränatal-Diagnostik. Die Menschwerdung im mütterlichen Schoß: Ein Event aus Ultraschall-Fotos, regelmäßigen medizinischen Vorsorge-Untersuchungen, Geburtsvorbereitungskursen aber auch späten Abtreibungen?

„Am Anfang“ ist ein ruhiges Innehalten zu diesem vieldiskutierten und umstrittenen Feld der medizinischen Forschung. Ein intimer Film über das Glück und die Liebe. Über das Geheimnis der Menschwerdung, das eine Schwangerschaft im Zeitalter der Total-Überwachung des ungeborenen Lebens, noch immer ist.
Die Regisseurin hat mit Frauen und Ärzten Gespräche geführt und ihre Leben gefilmt. AM ANFANG präsentiert eine urteilsfreie Sicht auf die Erwartungen einer unbeschwerten Familiengründung, aber auch auf die Tragik von Entscheidungen, die der Ruf nach der Wahrheit nach sich ziehen kann und die vielleicht ersten großen Brüche im Lebensweg bedeuten.

Regie: Josephine Links
Drehbuch: Josephine Links
Kamera: Lotta Kilian
Produktion: Maria Wischnewski / Annekatrin Hendel (It Works! Medien)
Musik: Leonard Petersen
Schnitt: Anne Jünemann
cathrin.goebel@hff-potsdam.de

Was wird noch gesucht:
Filmverleih, Festivals

Josephine Links
Maria Wischnewski / Annekatrin Hendel ( It Works! Medien GmbH )
HFF Konrad Wolf Potsdam
Screening